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Hannes von Holt, Autorenportrait

geboren in Hamburg, Studium der Musik in Amsterdam, Salzburg, Freiburg/Br. Orchestertätigkeit, Tourneen. Fotografische und Audiovisuelle Tätigkeiten. Tonmeister für Film und Fernsehen. Schriftstellerisch tätig seit 1998. Lebt heute in der Schweiz.



Rezension »Geschichten der Welt«

»Geschichten der Welt« Kurzgeschichten  1. Auflage 2007 bei Art, Sound & De­sign, Zürich
140 Seiten; broschiert mit 8 Fotografien von Hannes von Holt  Preis Fr. 20.70  ISBN 9783349450   
 
Hannes von Holt wurde im Jahr 1946 im völlig ausgebombten Hamburg ge­boren. Sein Spielplatz waren die Trüm­mer, die eine frühe Prägung hinterlassen haben. Beruflich war er Musiker, und so kam er 1972 ein erstes Mal in die Schweiz. Hier entstand aus der Leidenschaft zur Fotografie ein 2-ter Beruf. Audiovisuel­le Tätigkeiten führten ihn als Tonmeis­ter in die Welt von Film und Fernsehen. Zum Schreiben - das er in der Schule hasste
(!!)- kam er erst in den 90-er Jahren.
Es begann mit der Erzählung »NonnasTafelrunde« gefolgt von dem Roman »Die Wolken von Esopotamien«.
Und nun 2007 der Erzählband »Geschichten der Welt«.
Er versteht diesen Erzählband auch als Anregung für andere, die »Geschichten der Welt« weiter zu schreiben. 
 
»... Geschichten, die dem Alltag seine Muster und Farben geben, die die Tö­ne des Miteinanders gestalten, und die das Werden der kleinen Freuden, des Schmunzelns, und der manchmal skurrilen Kleinigkeiten und Absurditäten zum großen Leben wachsen lassen«

So beschreibt es der Autor, befragt nach den Gründen seines Schreibens. In die­sem Sinne sind Hannes von Holts Kurz­geschichten - Welt-Geschichten. Eingestreut in die 28 Geschichten finden sich auch 4 Texte, die den Lyriker von Holt offenbaren.


Ein Beispiel:  
»Gezeiten // Die Themen des Alltags / sie gehören fast immer zum Haben / Haben und Sein / Gezeiten des Men­schen / Ebbe und Flut / Haben hat das Sein verdrängt / Die Gezeiten haben sich getrennt / Geblieben ist die Ebbe der Herzen / Und die Flut der der Masse / Hier hat das Feuer des Habens Raum / Gezeiten von Spaltung / Gezeiten von Innen / Gezeiten von Außen«

Der Schluss der Geschichte »Alltag« zeigt dem Leser - wie auch andere Stel­len - den philosophischen Menschen:  »Mein Blick schweift aus dem Fenster. Viele Menschen stehen an der Haltestelle, lauter Innenräume, die da draußen stehen. Nach innen unendlich, nach außen versammelt in einem kleinen Stückchen unendlich endlichem All, ge­nannt Haltestelle. Ein kleines Stückchen Weltall. Innen All. Außen All. Überall. All das übersteigt meine Vorstellung ...
«' Ein Buch, das viele Facetten einer reichen Innenwelt wiedergibt, mit acht farbigen Fotoimpressionen des Autors, welche ihn auch in diesem Medium als Meister auszeichnen.   
 
Ernst Schlatter   ZSV (Zürcher Schriftsteller Verband)


Bücher:

Sisyphos oder das Ende der Ewigkeit
Ein Theater um den Menschen

Nonna's Tafelrunde
Die Wolken von Esopotamien
Geschichten der Welt
Preisgekrönte Kurzgeschichten

Rezensionsexemplare für Presse und Medien>>>

weitere in Vorbereitung

Filmproduzent gesucht...


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