Lyrik


Das Ende der Schafe

Blöken oder Brüllen? 
Nach was ist mir zumut? 
Die Wärme im Pferch? 
Die Einsame Nacht? 
Was tut der Seele gut? 
Blöken oder Brüllen? 
Was befreit? 
Der Pferch ist dumpf. 
Die Nacht ist klar. 
Das Ende der Schafe kommt nur aus dem Herzen des Löwen. 
Der Schafskopf wird es niemals schaffen.

Theater

Worte wie Wald, Wald, der im Wege steht. 
Wald, der ist, was zwischen den Bäumen ist. 
Zwischenraum. 
Die Naht zwischen Baum und Baum, gedehnter Raum, der anwesend macht. 
Wald, der im Wege steht, fällt durch die Axt, damit man breite Wege geht. 
Worte wie Bäume, fallen nach und nach. 
Der Zwischenraum wird dünn, liegt brach. 
Der Sinn, der einstmals zwischen Zeilen lag - Wort für Wort wird abgeholzt. 
Bretter brechen, wie die Welt, und beide bedeuten sich nicht mehr.

Die Rose

Blutrot und Grün. 
Die Rose lügt. 
Der Schein der Blütenblätter trügt. 
Die Lüge der Knospe leugnet 
Den Stachel des Stengels. 
Der Dorn durchbricht 
Nicht alles Welken. 
Die Zeit erdorrt 
Des Dornes 
Krone.

Gezeiten

Die Themen des Alltags sie gehören fast immer zum Haben 
Haben und Sein 
Gezeiten des Menschen 
Ebbe und Flut 
Haben hat das Sein verdrängt 
Die Gezeiten haben sich gespalten 
Geblieben ist die Ebbe der Herzen 
Und die Flut der Masse 
Hier hat das Feuer des Habens Raum 
Gezeiten von Spannung 
Gezeiten von Innen und Außen.

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